- Abgasleitung
- Definition:
Die Abgase eines BHKW werden über eine Abgasleitung abgeführt. Diese wird mit einem Schornstein nach erfolgter Genehmigung des Schornsteinfegermeisters verbunden.
- Abgaswärmetauscher
- Definition:
Ein Abgaswärmetauscher dient der Rückgewinnung von Abwärme aus Abgasen (zB. eines Blockheizkraftwerks). Dadurch verbessert sich die Energiebilanz durch einen größeren Gesamtwirkungsgrad der Anlage.
- Abwärme
- Definition:
Als Abwärme bezeichnet man ungenutze Wärme, welche in thermischen Prozessen entsteht und an die Umgebung abgegeben wird. Je mehr Abwärme ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird, desto uneffizienter wird die Prozessenergie genutzt.
- Amortisation
- Definition:
Unter dem Begriff Amortisation versteht man einen Ablauf, in dem eine anfängliche finanzielle Aufwendung für ein Objekt durch die vom Objekt entstehenden Erträge gedeckt wird.
- Arbeitspreis
- Definition:
Beim Arbeitspreis werden die Anschaffungs- und Betriebskosten eines BHKW auf die voraussichtlich produzierte Energiemenge umgerechnet. Somit ergibt sich der Preis in Cent/kWh, welchen der Eigentümer des BHKW für Strom- und Wärme bezahlen muss.
Siehe auch: Contracting - Asynchrongenerator
- Definition:
Asynchrongeneratoren werden häufig bei der mobilen Energieerzeugung in kleinen bis mittleren Leistungsbereichen eingesetzt. Hierbei wird der magnetisch erregte Rotor des Generators durch eine Kraftmaschine (z.B. Verbrennungsmotor) angetrieben, wodurch eine Spannung am Stator indiziert wird und dreiphasiger Wechselstrom (Drehstrom) abgegriffen werden kann.
- Ausdehnungsgefäß
- Definition:
Ausdehnungsgefäße sind in hydraulische Systeme (z.B. Heizsysteme) eingebunden und kompensieren Volumenschwankungen der Hydraulikflüssigkeit und verhindern somit die Beschädigung von Rohrleitungen und Druckbehältern.
Siehe auch: Membranausdehnungsgefäß - BHKW
- Definition:Blockheizkraftwerk
Ein BHKW arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt sowohl elektrische Energie als auch Wärme für zB. Heizungssysteme. Das Herzstück eines BHKW ist ein Verbrennungsmotor, welcher je nach Bauart mit brennbarem Gas, Diesel oder auch Rapsöl betrieben werden kann. Der Motor ist mit einem Generator verbunden, welcher elektrische Energie erzeugt. Die bei dem Verbrennungsprozess anfallende Verbrennungswärme wird mit Hilfe eines Wärmetauschers in den Heizkreislauf eingespeist, welcher somit das Kühlsystem des Motors darstellt ("Die Kühlung des Motors ist die Heizung").
Durch diese Kombination erreichen BHKW besonders hohe Wirkungsgrade (bis zu 95 %) und haben daher einen entscheidenen Vorteil geggenüber konventioneller Strom- und Wärmeerzeugung. - Biogas
- Definition:
Biogas ist ein brennbares Gas, welches durch den mikrobiellen Abbau von Biomasse (Vergärung) gewonnen wird. Es eignet sich durch seine positve CO2-Bilanz gegenüber herkömmlichen Erdgas besonders gut für einen Energiemix aus erneuerbaren Energien. Biomasse kann sowohl aus sogenannten Energiepflanzen als auch aus organischen Abfällen produziert werden.
- Blindstrom
- Definition:
Blindstrom ist der (unerwünschte) Anteil des Wechselstroms, welcher dem Verbraucher keine Arbeitsleistung zuführt. Blindstrom (bzw. Blindleistung) ensteht durch induktive Bauteile (z.B. Magnetspulen) in Stromerzeugern.
- Blindstromkompensation
- Definition:
Die Blindleistungskompensation reduziert den Blindstromanteil des Wechselstroms mit Hilfe kapazitiver Verbraucher. Dadurch verringern sich sowohl die Netzbelastung als auch die Leistungsverluste.
- Brennwert
- Definition:
Der Brennwert (oberer Heizwert) gibt an, welche Wärmemenge bei der Verbrennung eines Stoffs mit anschließender Kondensation der Verbrennungsgase freigesetzt wird. Der Brennwert wird auch als oberer Heizwert (Ho) bezeichnet und hat die Einheit MJ/kg.
Beispiele:Holz (trocken)
ca. 16 - 18 MJ/kgSteinkohle ca. 30 - 35 MJ/kg Benzin ca. 46 MJ/kg Erdgas ca. 50 - 52 MJ/kg - Brennwertkessel
- Definition:
Brennwertkessel nutzen die Kondensationswärme des im Abgas vorhandenen Wasserdampfes und führen diese dem Heizkreislauf zu. Gegenüber konventionellen Kesseltypen besitzen Brennwertkessel einen niedrigeren latenten Abgasverlust und einen höheren Wirkungsgrad.
- CO-Emission
- Definition:
Bei der Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2) bei der chemischen Verbindung von Kohlenstoff (C), welcher im Brennstoff enthalten ist und Sauerstoff (O2), welcher in der zugeführten Luft enthalten ist. CO2 ist ein Treibhausgas und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen maßgeblich an der Klimaerwärmung beteiligt.
- Contracting
- Definition:Wärme-Contracting
Contracting ist eine Dienstleistung, bei welcher die Investitionskosten für den Einbau von Energieversorgungsanlagen (z.B. Blockheizkraftwerke) an ein Unternehmen ausgelagert werden um den Gebäudeeigentümer finanziell zu entlasten. Der Gebäudeeigentümer zahlt i.d.R. einen vorher festgelegten Betrag je Betriebsstunde der Anlage innerhalb einer vorher vereinbarten Vertragslaufzeit. Nach dieser Vertragslaufzeit hat der Gebäudeeigentümer die Möglichkeit die Anlage für einen Restbetrag (ähnlich wie beim Leasing eines PKW) zu kaufen.
Siehe dazu: BHK-Integrator
- Dezentrale Energieversorgung
- Definition:
Die dezentrale Energieversorgung ist eine verbrauchernahe Energieerzeugung (zB. BHKW in Biogas-Anlagen). Strom und Wärme legen nur kurze Wege vom Verbraucher zum Erzeuger zurück, wodurch Übertragungsverluste vermieden werden. In Städten und Gemeinden, aber auch bei einzelnen Immobilien hat sich besonders das Prinzip der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung bewährt. Im Vergleich zur zentralen, fossilen Stromerzeugung in Kombination mit lokaler Wärmeerzeugung kann durch Kraft-Wärme-Kopplung bis zu 50 % Primärenergie eingepart werden.
Siehe auch: Smart Grid, Virtuelles Kraftwerk - Drehstrom
- Definition:
Drehstrom ist ein dreiphasiger Wechselstrom (Dreiphasenwechselstrom). Die einzelnen Wechselströme / Wechselspannungen besitzen die gleiche Frequenz und sind zueinander um 120 Grad phasenverschoben. In europäischen Niederspannungsnetzen beträgt die Frequenz 50 Hz bei einer Spannung von 400 V zwischen den Außenleitern.
- EEG
- Definition:Erneuerbare-Energien-Gesetz
Das EEG verfolgt das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 % und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen. Das Gesetz begünstigt unter diesem Aspekt
die Produktion und Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung. Die Netzbetreiber sind demnach unter anderem verpflichtet, ihre Netze jeweils ausreichend auszubauen, um die Einspeisung des bevorrechtigten Stroms aufnehmen zu können. Außerdem gewährleistet der Staat den Anlagenbetreibern eine je nach Anlage und installierten Anlagenleistung festgelegte Einspeisevergütung pro kWh produziertem Strom. - EEWärmeG
- Definition:Erneuerbare Energien Wärme Gesetz
Rund die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland fällt bei der Wärmeerzeugung an. Das EEWärmeG stellt das gesetzliche Ziel auf, den Wärme- und Kältebedarf von Gebäuden bis zum Jahr 2020 mit mindestens 14 % Erneuerbaren Energien bzw. Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung zu decken. Eigentümer von Neubauten sind dadurch verpflichtet einen festgelegten Anteil ihres Wärme- und/oder Kälteenergiebedarfs durch Erneuerbare Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung zu gewinnen. Durch ein zusätzliches Marktanreizprogramm werden neben Anlagen in Neubauten auch Anlagen in Altbauten staatlich gefördert.
- Einspeisevergütung
- Definition:
Wird der produzierte Strom nicht vom Erzeuger verbraucht, sondern in das lokale Stromnetz eingespeist, so wird dieser nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einem festgelegtem Betrag vergütet. Die Vergütung wird in Cent/kWh bemessen und richtet sich dabei nach der Art der Erzeugung (z.B. Windkraft, Wasserkraft, Sonnenenergie oder Kraft-Wärme-Kopplung) sowie der vom Hersteller angegebenen Leistung der installierten Anlage.
